Stammtisch Bielefeld Mai

Gestern fand in gemütlicher Biergarten-Atmosphäre wieder der Bielefelder Magento-Stammtisch statt. Um Interessierten einen Einblick zu geben, was auf diesen Treffen besprochen wird, möchten wir hier kurz unsere Eindrücke zusammen fassen.

Insgesamt trafen sich elf Magento-Begeisterte und einer, der es vor hat zu werden in der Bielefelder Tangente. Bis auf einen Teilnehmer sah man wieder viele bekannte Gesichter. Den Einstieg machte die Fragestellung unseres Neuzugangs, ob für sein konkretes Projekt Magento geeignet sei und wie aufwendig so eine Umsetzung wäre. Danach wurden verschiedene Themen wie ein Rückblick auf die Meet Magento, Problemstellungen aus dem Zusammenspiel von Amazon Payments und Econda Tracking, Automatisierung von Abläufen und Testing im Entwicklungsalltag diskutiert.

Einige durften vielleicht die impulsive Barcamp-Ansprache von Vinai Kopp auf der Meet Magento zum Fork Mage+ mit erleben. Wir möchten an dieser Stelle unsere Unterstützung für eine Community-gestützte Magentoversion zum Ausdruck bringen.

Schon auf der Meet Magento wurde lebhaft über die Unterstützung des Forks Mage+ diskutiert. Diese Diskussion wurde an diesem Abend in kleinerer Runde weiter geführt. Fast alle Anwesenden waren sich einig, dass es sinnvoll sei, eine Community-Version zu unterstützen, die nah am Magento-Standard und damit releasefähig bleibt. Diese sollte das tägliche Leben mit Magento erleichtern in dem bspw. Bugfixes schon vor dem nächsten größeren Release von der Community erarbeitet und freigegeben werden können. Auch Patches für ältere Release sollten aus Gründen des Investitionsschutzes erstellt werden.
All diese Punkte hat sich der Fork Mage+ auf die Fahnen geschrieben. Im Laufe der Diskussion wurden die jüngsten Commits auf github, wie bspw. die Implementierung von Datenbank-Triggern, heiß diskutiert und einstimmig als unnötige Abweichung vom Magento-Standard für die gesetzten Ziele erachtet. Tiefgreifende Änderungen an Magento werden in kurzer Zeit dazu führen, dass das hohe Ziel der Kompatibilität und Releasefähigkeit nicht erreicht werden kann.

Damian Luszcymak stellte im Anschluß den Fork mageLTS vor, der sich genau dieser Idee widmet. Das könnte z.B. so aussehen, dass gefundene Fehler durch die Community behoben und in einem öffentlich sichtbaren Git-Repository eingereicht werden. Dieser transparente Prozess unter Einbindung der Community soll durch mageLTS vorangebracht werden.

Der direkte Link zum Projekt https://github.com/mageLTS

Alles in allem war es wieder ein interessanter Abend. Für die Zukunft wünschen wir uns eine noch regere Teilnahme, wie das bei Stammtischen in anderen Städten bereits der Fall ist.